Am 8. März ist Weltfrauentag. Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und Empowerment von Frauen rücken dann gezielt in den Vordergrund. In der Oberschule 1 Nordenham sind diese Themen fest im Schulplan verankert: Seit diesem Schuljahr gibt es eine „Mädchen-AG“. Jungs haben hier keinen Zutritt.
Alle Schülerinnen und Schüler der Oberschule 1 besuchen eine Arbeitsgemeinschaft. Seit diesem Schuljahr gibt es die „Mädchen-AG“, die von der Schulsozialarbeiterin Jana Pfeiffer geleitet wird. „Ich lade die Mädchen dazu ein, die eigene Stimme zu erheben, Stärken zu entdecken und gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas zu erreichen.“ Bei den wöchentlichen Treffen bündeln die Teilnehmerinnen ihre Energie, Kreativität und Leidenschaft, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu inspirieren.
Die AG ziele darauf ab, dass Mädchen ihre Talente erkennen und weiterentwickeln. Gemeinsam werden Selbstbewusstsein, Teamgeist und Freundschaften gefördert. Die Mädchen lernen voneinander, tauschten Ideen aus und setzen diese gemeinsam um. Unabhängig davon, ob sie sich für Gestaltung, Sport, Entspannung oder soziale Themen interessieren, können sie die AG aktiv mitgestalten.
„Die Mädchen-AG ermutigt dazu, mutig, stark und vernetzt zu sein und gemeinsam positive Veränderungen zu bewirken“, sagte Pfeiffer. „Wichtig ist mir, dass die Mädchen die AG eigenständig tragen. Das heißt, sie gestalten die Stunden selbst und organisieren gemeinsam, was wir machen wollen. Ich biete lediglich Unterstützung und den nötigen Rahmen.“
In Gesprächsrunden tauschen die Teilnehmerinnen positive und negative Erfahrungen aus, benennen Gefühle und erhalten bei Bedarf unmittelbar Unterstützung durch die Fachkraft. Zudem lernen die Mädchen Konfliktlösungsstrategien kennen und setzen sich mit ihrer eigenen Stresstoleranzgrenze auseinander. Zur Entspannung werden Fantasiereisen durchgeführt, Geschichten erzählt, Meditations- und Atemübungen gemacht sowie Musik gehört. Im kreativen Bereich gestalten die Mädchen Tagebücher und Scrapbooks, malen und erstellen Graffiti-Namenstafeln, Visionboards und Mindmaps.
„Die Mädchen-AG soll ein geschützter Raum für Schülerinnen der Klassen 5 bis 7 sein, in dem sie sich austauschen, ihre Interessen entdecken und ihre persönlichen Fähigkeiten stärken können,“ sagt Frau Pfeiffer. Schließlich gehe es auch darum, Zukunftsperspektiven zu entdecken. Pfeiffer hofft, durch das neue Angebot in der Oberschule langfristig zum Empowerment der jungen Frauen beizutragen.
| Bild: Finn Ole Jaedtke, Kl. 9a / Schulzeitung ABER HALLO |
